Schulautorin Hildegard Monheim in der Realschule Arnstorf zu Gast.

Veranstaltungen

Zahlreiche Eltern, Lehrer, und Schüler waren begeistert von der Abendveranstaltung der Schulautorin Hildegard Monheim, als sie in der Aula der Realschule Arnstorf mehrere Kapitel aus ihrem neuen Buch “Manchmal schauen sie so aggro” vorgetragen hatte.

Herr Jürgen Böhm, Direktor der staatlichen Realschule in Arnstorf, begrüsste herzlich die Zuhörer, und machte darauf aufmerksam, dass man durch die heutige “Buchlesung” erstmals Neuland betrete und man sehr gespannt auf die Reaktion sei. Ausserdem begrüsste er Frau Marion Winter, Landtagskandidatin im Landkreis Rottal/Inn und Herrn Peter Schmid von der Arbeitsgemeinschaft für Bildung in Niederbayern und dankte für deren Idee einer Autorenlesung, für die Kontaktaufnahme mit Frau Monheim und für die generelle Unterstützung dieser Veranstaltung.

In 33 Erzählkapitel ihres im Jahr 2012 verfassten Buches vermittelt Hildegard Monheim ein aufrüttelndes Bild von gestressten Lehrern, schwierigen Kindern und überforderten Eltern. Bissig, ironisch und doch immer wieder positiv, versöhnlich und lösungsorientiert stellt sie die allseits bekannten Schwierigkeiten im Schulalltag in Bayern dar.

Viel Kopfnicken und zustimmendes Lächeln konnte man bei den Besuchern sehen. Nicht zu unrecht wurde Frau Monheim vor wenigen Monaten zu Reinhold Beckmanns ZDF Talkshow eingeladen, wobei sie das heutige Bildungsystem in Deutschland anhand ihres neuen Buches kritisch beleuchtete.

Nach einer launigen und gleichzeitig sehr feinsinnig vorgetragenen Lesung von Ausschnitten aus ihrem eigenen Schulalltag rief die Autorin die Zuhörerschaft auf, mit ihr zusammen den Dialog zu suchen. Der Abend gestaltete sich daraufhin sehr kurzweilig und spannend, da Frau Monheim als langjährig erfahrene Mittelschullehrerin den vielen Fragen der Zuhörer sehr kompetent Rede und Antwort stand und wertvolle Hinweise zu einem erfolgreichen und gelungenen Lernen in der Schule geben konnte.

Es wurde von den Zuhörern generell hinterfragt, was die kritischen Punkte des heutigen Schulalltags wohl sind? Immer mehr Kinder mit Migrationshintergrund haben Eltern, die der deutsche Sprache nicht genug mächtig sind, um ihren Kindern bei ihren Hausaufgaben wirksam helfen zu können. Immer mehr Kinder werden allein gelassen nach dem Ende der Halbtages-Schule durch die oft dringend notwendige Berufstätigkeit beider Elternteile. Immer mehr Kinder leiden ebenso unter der nachlassenden Verfügbarkeit der Grosselterngenerationen. Immer mehr Kinder verbringen immer mehr Zeit in der virtuellen Welt der unbegrenzt erscheinenden neuen Medien. Notebooks, Tablets, Handys, Smartphones, TV Kanäle und soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter konkurrieren immer mehr mit dem seit 50 Jahren genormten Bildungsauftrag der Schule.

In den Diskussionen wurde deutlich, wie schnell sich die Jugend und auch die erwachsene Gesellschaft in den nächsten Jahren durch die neuen Medien weiter verändern wird. Gerade die jungen Menschen werden die neuen Möglichkeiten des Internet ohne Einschränkungen nutzen wollen. Die Schule, ob nun staatlich oder privat, muss sich diesen Veränderungen stellen, um ihre Attraktivität und ihre Vorbildfunktion in der Gesellschaft zu sichern.

Nach zwei kurzweiligen Stunden war man sich einig, wie wichtig eine gute Beziehung des Lehrers zu seinen Schülern ist, und wie notwendig eine pädagogisch moderne und nachhaltige Lehrerausbildung für die nächsten Schülergenerationen sein wird.

Zum Abschluß der Veranstaltung konnten die Zuhörer noch Autogrammkarten von Frau Monheim erhalten und ein von der Autorin persönlich signiertes Buch kaufen.

 
 

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